V-Ringe sind gummielastische Wellen- und Lagerdichtungen. Die axial angeordnete, v-förmige Dichtlippe ist das besondere Markenzeichen dieser Dichtelemente. Als Werkstoffe werden in der Regel Kombi-
nationen aus Gummi (Dichtlippe) und Kunststoff oder Gummi und Metall eingesetzt.
Axialwellendichtringe werden verwendet, um untergeordnete Dichtaufgaben zu erfüllen, zum Beispiel Staubschutz oder Spritzwasserschutz. Im Gegensatz zu den Radial-Wellendichtringen dichtet hier die Dichtlippe nicht auf der Welle, sondern üblicherweise an einem Gehäuseteil in axialer Richtung. Häufig werden Axialwellendichtringe als Sekundärdichtung von Radial-Wellendichtringen eingesetzt, wenn eine außergewöhnliche Schmutzbelastung zu erwarten ist.
Beispiele sind Anwendungen bei Baumaschinen oder der Bahn. Interessant ist das Verhalten des V-Ringes bei hohen Drehzahlen.
Die Dichtlippe hebt ab, und die Dichtung funktioniert dann als Schleuderring. Somit tritt keine Verlustleistung mehr auf. Üblichste Bauformen sind der V-Ring und der Gammaring, welcher zusätzlich noch eine Labyrinthfunktion ausübt. |
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